Sonnenaufgang im Geiseltal

Sonnenaufgang im Geiseltal

Als Fotograf setzt sich ja jeder irgendwo seine Ziele. Was möchte ich erreichen? Was möchte ich fotografieren?

Genau aus diesem Grund habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen deutlich mehr Sonnenauf- sowie Untergänge zu fotografieren.

Aus welchem Grund ist ja eigentlich klar: um stimmungsvollere Bilder zu schießen.

Also habe ich mich an einem Sonntagmorgen gegen 05:45 Uhr aus dem Bett gekämpft. Wer mich kennt, der weiß, wie gern ich doch am Wochenende ausschlafe. ?

Kamera und das restliche Equipment habe ich bereits am Samstagabend vorbereitet, sodass es nach einem kleinen Frühstückssnack schon losgehen konnte.

Heutiges Ziel? Die Seebrücke in Braunsbedra, Check!

Wenn der Plan nicht so aufgeht…

Zur Abfahrt sah das Wetter noch sehr gut aus: relativ freie Sicht auf alles mit leichten Nebelschwaden. Also wird es in 5 km doch genauso aussehen?!

FALSCH. Am Hafen in Braunsbedra angekommen konnte ich das Übel schon sehen: dicker Nebel.

Trotzdem entschied ich mich die Kamera auf das Stativ zu schrauben und eine kleine Runde über den Hafenplatz zu gehen. Schön sah es ja aus, nur halt keine Spur vom Sonnenaufgang. Also nach wenigen Bildern der schnelle Rückzug.

Was mache ich nun?

Rückfahrt nach Mücheln! Da gibt es keine Seebrücke. Auch zum Hafen wollte ich nicht, da ich die Woche zuvor erst zum Sonnenaufgang dort war.

Also fuhr ich etwas weiter nach Stöbnitz. Dort bot sich mir eine beeindruckende Aussicht über einen kleinen Tümpel an einer Weide.

Nur noch schnell rechts heran fahren, Autos waren eh kaum auf der Straße (kein Wunder bei dieser unmenschlichen Uhrzeit). Kamera raus und los geht’s.

 

Sonnenaufgang im Geiseltal
Dieses Panorama ist auf dieser Tour entstanden.

Wie fotografiert man am besten einen Sonnenaufgang?

Wer sich da schon mal probiert hat, der traf sicherlich auch auf Probleme. Wie zum Beispiel: Über- oder Unterbelichtung. Die Sonne und der ganze Himmel sind ja sehr hell, die Landschaft jedoch dunkel.

BelichtungsreiheAbhilfe schaffen da Belichtungsreihen. Für mich ist das zumindest die beste Variante. Die Kamera ist ja sowieso auf dem Stativ, also ändert sich am Bildausschnitt auch nichts.

Bei Canon muss man einfach auf die Belichtungskorrektur gehen und dreht dann am Hauptwahlrad. So kann ich bequem einstellen, wie viele Blenden ich über- bzw. unterbelichten möchte. In der Regel reicht eigentlich eine Blende.
Der Reihenaufnahmemodus sollte noch aktiviert sein und dann kann es auch schon losgehen.

Die Kamera macht dann automatisch drei Bilder. Eins unterbelichtet, eins korrekt belichtet und das letzte Bild wird überbelichtet.

Diese drei Bilder markiert man in Lightroom und mittels Rechtsklick fügt man sie via „Zusammenfügen von Fotos“ als HDR zusammen.

Auf diesem Weg bekommt man ein korrekt belichtetes Bild mit ausreichend Kontrasten und Details.

Die Moral von der Geschichte?

Nicht vom Wetter unterkriegen lassen. Einfach andere Wege gehen und nicht entmutigen lassen. Für mich hat sich das zeitige Aufstehen definitiv gelohnt.

Denn sonst hätte ich ja dieses tolle Panorama nicht gemacht! 🙂

 

Nutzt du auch Belichtungsreihen?

Ich würde mich sehr über deine Meinung freuen.

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